medizinpetition

Medizinpetition

In Deutschland herrscht schon seit längerem die Problematik, dass Cannabis selbst für Medizinische Zwecke immer noch sehr stark kritisiert wird. Vor allem leiden darunter Patienten und Patientinnen, die auf eine Behandlung mit Medikamenten auf Cannabisbasis angewiesen sind. Das größte Problem ergibt sich hier dadurch, dass es bei der Behandlung mit Arzneimitteln auf Cannabisbasis zur Bildung einer Zweiklassenmedizin gekommen ist. Da die Behandlungen mit Cannabis Produkten meist auch sehr kostspielig sind können sich diese auch nur etwas wohlhabendere Patienten leisten. Patienten die zwar ebenfalls eine dementsprechende Bescheinigung vom Arzt haben müssen aufgrund ihrer finanziellen Notlage trotzdem ihre Medizin auf illegalem Wege beschaffen, da sie es sich anders nicht leisten können, aufgrund der hohen Kosten die bei einer Behandlung durch Cannabis Medizin anfallen. Diese Zweiklassenmedizin führt dazu das Patienten, die aus ihrer finanziellen Notlage heraus illegal handeln auch noch strafrechtlich verfolgt werden. Dieses Problem muss schnell aus der Welt geschafft werden. Aber auch wohlhabendere Patienten können teilweise nicht auf die illegale Beschaffung verzichten, da die verschriebenen Mengen meist noch zu gering sind. Dies wird Ebenfalls Strafrechtlich verfolgt und das zu unrecht. Hier sollte Deutschland sich ein Beispiel an Israel, den Niederlanden oder an Kanada nehmen. Jedes dieser drei Länder hat den Preis für medizinische Cannabisprodukte gesenkt oder lässt die Behandlung mit Cannabisprodukten die Krankenkasse übernehmen. In Deutschland allerdings herrscht noch eine sehr kritische Einstellung zu diesem Thema, weshalb man im Jahre 2014 auch eine Petition zu dem Thema: Arzneimittelwesen – Kostenerstattung bei Medikamenten auf Cannabisbasis / keine strafrechtliche Verfolgung vom 30.05.2014 einreichte. In dieser Petition vom 30.05.2014 sollte beschlossen werden, das die Bundesregierung Deutschland die Behandlung von Patienten die auf Arzeneimittel auf Cannabisbasis angewiesen sind diese auch bezahlt bekommen. Vor allem sollen auch die Strafrechtlichen Verfahren bei Cannabispatienten die durch einen Arzt die notwendige Bescheinigung erhalten haben eingestellt werden. Doch um dieses Vorhaben durchzusetzen wurden 50.000 Unterschriften benötigt um den Initiator Dr. med. Franjo Grotenhermen in den Bundestag zu bringen. Doch immer wieder wurden diese Anträge abgelehnt, obwohl es ganz klar das einzig richtige wäre Cannabis für die medizinische Nutzung zu legalisieren vor allem in den benötigten Mengen. Man spricht hier nicht von der Allgemeinen Legalisierung von Cannabis. Warum sich die Bundesregierung jedoch immer wieder quer stellt obwohl es um Medizinische Behandlungen geht, die Manche Menschen dringend benötigen, bleibt wohl eine ungeklärte Frage, fürs Erste. Erst im Jahre 2017 wurden einige Vorschläge angenommen und durchgesetzt, wie zum Beispiel das die Krankenkassen eine bestimmte Menge des Medizinischen Cannabis für Patienten übernehmen. Das allerdings ist meist immer noch nicht die Menge die die Patienten wirklich benötigen, zu dem kommt dass das medizinische Cannabis auch fast doppelt so teuer ist wie Cannabis, das man illegal beschaffen kann. Würde die Deutsche Bundesregierung die benötigte Menge von den Krankenkassen übernehmen lassen würden die Zahlen von illegalem Cannabis Vertrieb auch etwas sinken. Ein weiterer positiver Aspekt wäre das sich Cannabis Patienten nun nicht mehr strafbar machen müssten um ihre benötigte menge an Medizin zu bekommen, was auch zu weniger strafrechtlichen Verfolgungen führen würde. Doch bis dies der Fall sein wird kann es sich wieder um einige Jahre handeln, denn viel zu wenige sind heut zu Tage darüber aufgeklärt um was für einen Unterschied es sich bei der medizinischen Nutzung von Cannabis im Vergleich zu dem illegalen Konsum handelt.

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